Nie wieder verklumpte Kissen

36 Grad und es wird noch heisser. Das haben diesen Sommer nicht nur sämtliche Hobbyastrologen heraufbeschworen, nein auch die Musik-Wg 2Raumwohnung hat es schon oft genug besungen.

Diesen Sommer war es allerdings nur selten der Fall und schwitzige Nächte hielten sich in Grenzen. Auch das ständige Bein raus, wieder rein, Schulter kalt, kurz vorm Stauwärmetod hielt sich in diesem Jahr in Grenzen. Klar, die ein oder anderen von uns musste ordentlich kämpfen um nicht in der eigenen Suppe zu liegen, aber im Großen und Ganzen konnten wir nicht klagen. Und dennoch gibt es diese eine, ja diese wirklich immer wieder kehrende Sache.... ein plattes verklumptes vollgeschwitztes Kopfkissen. Am Anfang der Nacht noch dick und prall, wenige Stunden später nur ein Schatten seiner selbst. Ja...kennen wir alle. Und warum? Verrat ich euch!

Widmen wir uns mal zunächst dem bekannten organischem Material Daune/Feder. Klar, kommt in der Regel alles von Wasservögeln. Zumindest Qualitäten Klasse 1. Und jetzt rennt doch mal alle zum nächsten Teich oder See und guckt euch die Tiere mal an. Sieht deren Federkleid sonderlich nass aus? NEIN! Weil Daune/Feder kein Wasser aufnehmen können. Allerhöchstens klumpt es ein bisschen zusammen und zwischen den Federn und den Zwischenräumen bleibt ein bisschen was haften, aber kaum haben sich Dagobert Duck und Co mal geschüttelt, schon sind die wieder trocken. Da muss schon eine verdammt gute Füllung her um die knapp 0,5-0,8L Wasser aufzufangen die wir pro Nacht über den Kopf ausschwitzen(ca. 70% des gesamten Feuchtigkeitsverlust erfolgt über den Kopf). Da ein Kissen allerdings nicht nur mit leistungsfähigeren Daunen gestopft werden kann, da es sonst zu wenig Stützkraft hätte, müssen notgedrungen auch Federn rein und die sorgen in Kombination mit den Daunen schon auf Grund Ihres natürlichen Aufbaus für ein verhaken und verheddern. Im Zusammenspiel mit Schweiß und Feuchtigkeits nur eine Frage der Zeit.

Da hilft nur waschen, waschen, waschen! Und zwar mindestens alle 4-6 Wochen. Das schadet der Nutzungsdauer nicht so sehr wie das fortschreitende Verklumpen bei mangelnder Pflege. Zudem sollte auf atmungsaktive Bettwäsche geachtet werden. Baumwollwaren und hochwertige Qualitäten schaffen direkt spürbare Verbesserung.

Warum aber nicht funktionierende Wasserspeicherung der Natur übernehmen und synthetisch nachempfinden? Schauen wir uns Mal DAS Sommerobst schlechthin an und die wohl wasserreichste Frucht. Die Wassermelone!

Kaum aufgeschnitten oder reingebissen, schon läuft und trieft es an allen Ecken und enden. Wo kommt die ganze Flüssigkeit nur her denke ich mir jedesmal und bin völlig perplex wieviel Liter diese Frucht in sich speichern kann. Hohlräume wie bei einer Maccaroni sind das große Geheimnis. Auch da kennen wir das ja mit dem auslaufen von der Nudelsoße.

Und genau den gleichen Trick kann man inzwischen synthetisch herstellen. Faser die nicht wie eine Spaghetti gebaut sind, sondern Innen hohl wie eine Maccaroni. In eben diesem Hohlraum kann Feuchtigkeit eindringen und gespeichert werden bis es durch normale Luftzirkulation wieder verdunstet. Diese Feuchtigkeitsspeicherung und Aufnahme ist ganz entscheident das ein Kissen trocken und volumig bleibt und nicht direkt verklumpt. Wer also relativ stark und mehr schwitzt, sollte dringend über ein synthetisch gefülltes Kopfkissen nachdenken, da die Fasern weiterentwickelt sind als Ihre natürlichen stellvertreter. Wichtig hierbei ist aber immer QUALITÄT!!! Nicht jedes synthethik Faser ist mit 1 oder mehrere Hohlräumen ausgestattet. Aktuell gibt es Fasern mit bis zu 7 Hohlräumen in 1 Faser. Ich empfehle eine 3-Loch oder 5-Loch Faser, verarbeitet in einem Baumwollbezug. Dann nur noch die entsprechende Pflege beachten, morgens nach dem Aufstehen kurz aufschlagen zum durchlüften und dann steht dem träumen von süßen fruchtigen Melonen an einem warmen Sommertag nichts mehr im Wege ;)

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